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Egoshooter-Szenarien für Politiker von Welt
Exocets Sci-Fi-Elektronik ist der passende Soundtrack für Weltraumspiele und die Zerstörung der Welt für eine Handvoll Dollar
Text: Jens Pacholsky
Splittermeteoritengürtel links, Rupert-Murdoch-Interferenzen von rechts, von vorn Allahs Jungfrauengarde und am Arsch eine wütende Menge Blackwater-Jedi-Ritter, die den Home Security Act gelesen haben. Ein Tag in unserer kleinen Welt, wie sie Exocet beschreibt, kann schon mal aufregende Wendungen nehmen. Den Soundtrack, der über Intercom aus dem beengendem Vakuum drängt, liefert der New Yorker gleich dazu. Laser entsichern, Handbremse ziehen, einen Augenblick Stillstand und Durchatmen…
Der zerbrochene dunkle Industrial ist noch immer das liebste Kind der Sci-Fi-Egoshooter – egal ob im Spiel oder Leben. Denn was zu dem ersten gut passt, ist für Exocet nur das Ergebnis des zweiten. »Music about corruption, terrorism and war.« Kalt, brachial und voller Furcht. Seelenlos in dem Maße, dass nur die verlorenen hier ein Zuhause finden. Davon hat sich seit Äonen nichts geändert. Dennoch sticht Exocet heraus. Er gehört zu den Vertretern des Genres, die – ähnlich den härteren The Technoist und The Dolphin – dem kühlen Gestampfe der Maschinen mit Atempausen und komplexen Kompositionen entgegentreten. Irgendwie absoluter, der dennoch verzwickte Klanggeflechte spinnt und sich neben all dem Drive-By auch mal einen Drive-In gönnt. Damit steht er zugleich dem famosen Breakcorer Xanopticon nahe, der seinen kurzen aber prägnanten und stilprägenden Klanglöcher damit begründete, dass »eine gejagter Hund auch mal eine Verschnaufpause benötigt.« Genug durchgeatmet. Handbremse lösen… Streufeuer.
:: »Violation« von Exocet ist bei Ant-Zen erschienen
:: Exocet Sounds
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