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Dead Western

»Suckle At The Supple Teats Of Time«

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Troy Mighty und seine Band wünschen uns Glück. Das kann nicht ohne Folgen bleiben…



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Jonas Reinhardt

»Power Of Audition«

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Eine Führung durchs Musikinstrumentenmuseum: Jonas Reinhardt überträgt den Sound alter Syntheziser ins neue Jahrtausend



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Eleh

»Location Momentum«

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Die Minimal Music von Eleh visiert das tiefe, untere Ende des Audiospektrums an und wird so zu einem modernen wie zeitlosen Klangereignis

Artikel

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Von Eichen und Wäldern

Das neue Album von Ethan Rose ist fokussierter als seine Vorgänger. Mitunter geht dadurch zur Entfaltung notwendiger Raum verloren…

Text: Sebastian Hinz

Ethan Rose hat eine sympathische Schwäche für veraltete Klangquellen. Insbesondere in selbstspielenden Musikautomaten liegen die musikalischen Ursprünge seiner im Nachhinein digital bearbeiteten Musiken. So entstand schon sein Debütalbum »Ceiling Songs«, im Jahre 2006 bei Locust erschienen, aus dem Tonmaterial defekter Musikboxen, Aufnahmen alter Pianospuren und den fehlerhaften Apparaturen anhaftenden Zufälligkeit beim Kreieren von Klängen, sowie digitalen Störgeräuschen, die bei der späteren Produktion entstanden sind, beispielsweise wenn der Rechner abstürzte. Drei Stücke waren auf dem Debüt zu hören, insgesamt 40 Minuten, schlicht mit »Song One«, »Song Two«, »Song Three« betitelt. Diese abstrakte Unbestimmtheit entwickelte einen faszinierenden Sog. Aus winzigsten Kleinigkeiten heraus wurde hier eine große Welt eröffnet, aus stecknadelkopfgroßen Samen sprossen Wälder. Der Zuhörer als staunender Beobachte einer Explosion im Zeitraffer. Das neue Album »Oaks« verfolgt mit seinen acht vierminütigen Stücken dagegen schon in der Anordnung einen anderen Ansatz. Die Musik des dritten Albums von Ethan Rose – das zweite, »Spinning Pieces« (Locust, 2007) ist mir unbekannt – ist figürlicher als sein Vorgänger. Sämtliche hier verwendeten Sounds stammen von einer Klangquelle, genauer: einer Theaterorgel aus den 1920er Jahren, die im Oaks Park Roller Rink in des Künstlers Heimatstadt Portland, Oregon steht. Vom Konzept bis zur Umsetzung ist das Korsett der Stücke also ziemlich fest geschnürt. Mitunter fehlt ihnen dadurch die Luft zum atmen. War »Ceiling Songs« noch die neugierige Erkundung des Wechselspiels von Zufälligkeit und Ordnung, so blendet »Oaks« den Akt der Erkundung gänzlich aus. Mitunter kann diese bloße Ergebnispräsentation zu akademisch geraten. Doch in den besten Momenten zeigt Ethan Rose auch hier sein großes Talent einer hochgradig komplexen Musik den Ballast zu nehmen und auf den Moment eines Geistesblitzes, eines schönen Gedanken, einer Erinnerung &sw. zu reduzieren. Nicht zuletzt wählte der amerikanische Regisseur Gus van Sant »Song One« von »Ceiling Songs« für eine Sequenz seinen wunderbaren Films »Paranoid Park« aus. Diese Naturgabe ist es, an der Ethan Rose weiter ansetzen sollte.

»On Wheels Rotating« von Ethan Rose als MP3 downloaden

»Song One« von Ethan Rose, realisiert von Gus van Sandt

| »Oaks« von Ethan Rose ist bereits bei Basarku erschienen
| Ethan Rose - Homepage



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