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Eric Powell

»The Goon 3: Meine mörderische Kindheit«

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Unser Maskottchen mit der Schlägervisage plaudert über seine vermaledeite Kindheit

Artikel

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Er kann wirklich nichts dafür. Er hatte ein harte Kindheit.

Eric Powells »The Goon« plaudert im dritten Band aus dem Kindheits-Nähkästchen

Text: Jens Pacholsky

Frank Cho, Autor und Zeichner der bekannten »Liberty Meadows«-Serie und Laudator zu Beginn des dritten Goon-Bandes »Meine mörderische Kindheit«, erklärt Eric Powell ganz nach Geschmack eines Comic-Fans: sehr bildhaft. »Eric Powell ist ein gottverdammter Drecks#@%^*! Und ich meine das in jeder Hinsicht als Kompliment. Noch nie habe ich einen jungen Künstler die Comicszene betreten sehen, dessen Texte und Zeichnungen so vollkommen ausgefeilt und vollendet waren. Als ich The Goon das erste Mal sah, schiss ich mir in die Hosen.« Solche Lobhudeleien gab es an dieser Stelle bereits für die ersten beiden Bänden Powells, in denen der Autor aus dem US-Bundesstaat Tennessee einen enormen Sprung vorlegte.

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In dem dritten Band geht es ebenso zur Sache wie zuvor. Es gibt ausreichend dämliche Zombies, kannibalische Hobos, sexuelle unterbeschäftigte Seemonster (Deine Mutter!, Fishy Pete) und notorisch erfolglose Weltenretter, die alle ordentlich eins auf die Schnauze brauchen. Das Ganze wird wieder mit erfrischender Mimik der Protagonisten versehen, die zwischen Genervtsein, Resignation (grandios: der Zombiepriester auf Seite 17) und tief selbstzerstörerischem Sarkasmus pendeln. Eigentlich wollen sie ja alle gar nicht böse und brutal sein, sie können eben einfach nicht anders. Und irgendwie wissen sie es und sie sind damit nicht wirklich zufrieden.

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Eric Powell kehrt gleich zu Anfang an die Wurzeln von The Goon zurück und wiederholt die bereits in Band 1 erzählt Goon-Werdung. Im Vergleich zum Band 1 zeichnet er diese aber nicht in quietschigen Strichzeichnungen sondern in monochromen Kohlestrichen, wodurch die harte Vergangenheit noch verblichener und gefestigter wirkt als in der farbigen Erinnerung. Die kurze Wiederholung baut Powell an dieser Stelle aus und erzählt das amüsante Zusammentreffen von The Goon und seinem blutrünstigen Chauvi-Freund Franky, als dieser noch der kleine rotznäsige Hosenscheißer Francis war. Im zweiten Teil des Buches kollaboriert Powell zudem erstmals mit dem jungen »Zombie«-Zeichner Kyle Hotz, der den »Abscheulichen Boggy« zum echten Blaubeer-LSD-Trip werden lässt. Zwischendrin holen sie uns immer wieder mit absurden Werbtafeln in die heile Welt zurück. Jeder sollte nun Dr. Hieronymous Alloys Maiscreme für 5 Cent haben!
Allein die Fotostory mit Powells Sohn Gage wirkt fehl am Platz. Da hätte er lieber das noch immer unausgesprochene Drama um The Goons wohl einzige Liebe in Chinatown lüften sollen. Aber wir können bereits auf »The Goon« #4 hoffen. Oktober kommt bestimmt.

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:: »The Goon 3: Meine mörderische Kindheit« von Eric Powell erscheint bei Cross Cult, Ludwigsburg 2009, A5, Hardcover, vierfarbig, 144 S., € 19,80
:: The Goon Leseprobe



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