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Ed Brubaker & Sean Phillips »Sleeper: Die Gretchenfrage«

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Die vorletzte Runde des komplexen Agententhrillers zieht die Schnüre zu.



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David Brin & Scott Hampton

»The Life Eaters«

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Die alternative Entwicklung des 3. Reichs als wahrer und aktueller Albtraum



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Eric Powell

»The Goon 3: Meine mörderische Kindheit«

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Unser Maskottchen mit der Schlägervisage plaudert über seine vermaledeite Kindheit

Artikel

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Hit and Run

Ed Brubakers »Sleeper«-Zyklus kann mit der eigenen engagierten Komplexität nicht mithalten

Text: Jens Pacholsky

Ed Brubakers Welt ist alles andere als einfach. Moralische Richtwerte wie Vertrauen und Toleranz existieren nicht. Die Welt, in der seine Protagonisten Tao, Lynch und Carver leben, ist die des verzwickten, intriganten Agentenkampfes, an dessen Ende mit großer Sicherheit alle mit einer sauberen Kugel im Kopf im Dreck liegen. »Departed« als Comic sozusagen. Die dritte und vorletzte Folge des »Sleeper«-Zyklus’ bringt den abtrünnigen Agenten Holden Carver nach langer Zeit der Funkstille wieder mit seinem alten Chef John Lynch zusammen. TAO – Carvers neuer Vorgesetzter sowie Lynchs größter Gegner und zugleich Zögling – wittert in dieser Kontaktaufnahme die Chance, Lynch endgültig aus dem Verkehr zu schaffen. Lynch sieht das ganz vice versa. Und Carver ist Spielball beider und zugleich eigenständiger Strippenzieher, in der Hoffnung, endlich das wieder zu erlangen, was ihm Lynch einst in einem Experiment genommen hatte: Schmerz.

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Ed Brubaker und Zeichner Sean Phillips haben sich seit dem Gemeinschaftswerk »Criminal« passabel weiter entwickelt. Brubaker überwindet das reine Aufzählen von Gangster-Klischees. Phillips’ Zeichenstil ist weniger klumpig, wenn auch die Figuren noch immer etwas starr in den Standardperspektiven wirken.
Brubaker lässt in »Sleeper: Die Gretchenfrage« einfach jeden gegen antreten. Kleine Winkelzüge und Vertrauensbrüche bringen die Entwicklung dem unausweichlichen Ende entgegen. Dennoch kann er die Fäden nicht straff genug halten. An einigen Stellen eiert sein Konstrukt oder es scheint, als wären Seiten verloren gegangen. Der amerikanische Autor springt von Action Point zu Action Point und füllt die Zwischenräume maximal mit Rückblenden aus, welche die Komplexität der aktuellen Handlungen nur dürftig suggerieren. Echte Spannung entsteht dadurch nicht. Man beobachtet die Figuren eher gelassen beim Katz-und-Maus-Spiel. Das Warum und Wie bleibt bei den Häppchen, die Brubaker liefert, fast nebensächlich.

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:: »Sleeper: Die Gretchenfrage« von Ed Brubaker und Sean Phillips erscheint bei Cross Cult, Ludwigsburg 2009, A5, Hardcover, vierfarbig, 144 S., € 19,80
:: Leseprobe



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