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Krimikolumne III

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Neue, brandheiße Noirs, die man unbedingt lesen muss, wenn man starke Nerven und einen gewissen Humor hat: Nisbet, Ellroy und Johnson



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Krimikolumne II

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Vom postatomaren Japan über die tiefen Wiener Sümpfe eines Wolf Haas’ bis hin zum Münchner Südfriedhof: Vier recycelte Realitäten.



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Demont / Schenker: Ansichten vom Göttlichen

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Anscheinend glaubt die Schweizer Jugend geschlossen und uneingeschränkt an Gott. Werbebroschüre oder realistisches Porträt?

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Forever Young

David Browne zeichnet die Geschichte Sonic Youths im New York der Achtziger und Neunziger nach

Text: Ronald Klein

Gefühlt waren Sonic Youth immer da. In der Tat feiert die New Yorker Combo, die als Erfinder des Nerd-Rock gilt, in zwei Jahren ihr 30-jähriges Jubiläum. Nichtsdestotrotz haben sie mit den typischen Rock-Dinosauriern nichts gemein. Und das liegt nicht nur an dem mittlerweile ironisch klingenden Terminus ‘Youth’ im Band-Namen. Als die Band 1981 ihr Debüt gab, arbeiteten sie mit der Rotzigkeit des Punk und kombinierten diese mit fiesen Feedback-Schleifen. Noise-Rock nannten es die Einen, No Wave die Anderen. Um Etiketten scherten sich Thurston Moore, Kim Gordon und Lee Ranaldo bereits damals nicht die Bohne und galten damit von Anfang an als unkommerziell. Selbst kleine Independent-Labels weigerten sich, die Song-Fragmente zu veröffentlichen. In den 1980ern schien die Krise der Musikkonzerne jedoch noch weit entfernt. Nach den Major-Debüts von Hüsker Dü und den Replacement verpflichteten schließlich Geffen das seit 1985 durch Drummer Shelley komplettierte Quintett. Sonic Youth, irgendwo an der Schnittstelle zwischen Kunst-Szene, musikalischem Underground und innovativer Independent-Film-Bewegung, avancierten zum Wegbereiter unterschiedlicher Künstler wie Nirvana, Sofia Coppola oder Chloe Sevigny. Doch als 1992 der Grunge-Hype losbrach, galt die Band wiederum als zu sperrig, zu intellektuell, zu wenig auto-destruktiv.
David Browne zeichnet den 30-jährigen Weg der Ausnahmecombo minutiös nach. Bereits 1988 führte er mit Sonic Youth das erste Interview. So merkt man den knapp 450 Seiten an, dass jemand schreibt, der sein Thema in und auswendig kennt. Trotzdem tappt Browne nicht in die Falle, zu wenig Distanz zu bewahren. Bisweilen mit sanften Sarkasmus beschreibt er die Marotten der Musiker, ohne diese jedoch bloßzustellen oder zu karikieren. Im Gegenteil. Browne gelingt es hervorragend, nicht nur die Stellung Sonic Youths innerhalb der US-Independent zu beleuchten, er vermag auch die kulturelle Atmosphäre New Yorks der 1980er und 90er exzellent darzustellen. So ist das Buch auch für jene erhellend und damit empfehlenswert, die von Sonic Youth bisher wenig bis nichts gehört haben.

:: »Goodbye 20th Century - Die Geschichte von Sonic Youth« von David Browne. Aus dem amerikanischen Englisch von Ralf Niemczyk, Kiwi Köln 2009, 512 S., € 14,95



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