toene
Eleh »Location Momentum«
Die Minimal Music von Eleh visiert das tiefe, untere Ende des Audiospektrums an und wird so zu einem modernen wie zeitlosen Klangereignis
toene
Loscil »Endless Falls«
Auf seinem fünften Album kann der Kanadier seinem erprobten Soundentwurf noch etwas hinzufügen. Die Überraschung kommt erst ganz am Ende
toene
Toro Y Moi »Causer Of This«
Ein 23-jähriger Jungspund aus Columbia, South Carolina schafft die kenntnisreichste Popmusik dieses jungen Jahres
Artikel

Verknotet, nicht verworren
Auf ihrem zweiten Album »The Knot« finden sich Wye Oak endgültig selbst und wissen ihre Stärken noch klarer auszuspielen
Text: Martin Silbermann Foto: xxx
Nach einem formidablen Erstling wie »If Children« sind die Erwartungen von Seiten der Fans und der Musik-Journalie natürlich hoch, beim nächsten Album noch eine Schippe draufzusetzen. Das ist zwar unfair und vermessen, aber der gnadenlose Raubtierkäfig des Musikbusiness ist nunmal weder gerecht noch genügsam. Für Jenn Wasner und Andy Stack scheint diese Steigerung offenbar ein Leichtes zu sein, so unbekümmert und selbstbewusst wie sie auf ihrem neuen Album »The Knot« aufspielen.
Dabei erfindet sich das Duo zwar nicht neu, doch gelingt es die einstmals ungehobelten Rohdiamanten dieses mal etwas geschliffener und fast poliert zu präsentieren. Was als Namedropping schon für die letzte Platte herhalten musste, ist immer noch nicht falsch: Jenns Stimme changiert zwischen früher Cat Power und noch früherer PJ Harvey, das musikalische Gerüst ähnelt bei weilen Wilco mit lauteren Gitarren. Dominierte noch auf dem Erstling der Wall of Sound mit Feedback und gestapelten Gitarrenspuren, werden nun klare Soloinstrumente betont und teilweise somit erst in den Bandkosmos aufgenommen. Das macht die Lieder noch prägnanter und ausformulierter – trotz ihrer zum Teil epischen Ausmaße (was die instrumentale Vielschichtigkeit als auch die bloße Länge betrifft).
Auf der Textebene werden weniger persönliche Probleme verhandelt; vielmehr gibt sich Jenn des öfteren betont abgebrüht. Zeilen wie »I guess I don’t believe in God« oder »You couldn’t scare me if you tried« weiß sie aber gerade bei Konzerten mit einer (gespielten?) Schüchternheit zu konterkarieren. Ähnlich sachte und sanft wie Jenn auf der Bühne agiert beginnen die meisten Stücke – an Zartheit bleibt aber der von Andy gesungene Opener »Milk and Honey« ungeschlagen – , doch setzt in schöner Regelmäßigkeit ein krachig-grungiges Gitarrenriff ein. Bei diesen Riffs als auch bei einigen kompletten Liedern fragt man sich aufgrund der Einfachheit und Eingängigkeit unwillkürlich, woher man das kennen könnte. Nach eingehendem Hirn-Zermartern lautet die nächste Frage dann logischerweise: »Warum ist vor Wye Oak noch niemand da drauf gekommen?«

| »The Knot« von Wye Oak ist bereits bei Affairs Of The Heart erschienen
| Wye Oak - Homepage
Kommentieren
- Wive »Pvll«
- Chihei Hatakeyama
»Ghostly Garden«
- Chicago Underground Duo »Boca Negra«
- HiM »ん«
- goons 50 2009
- Lokai
»Transition«
- The Green Kingdom
»Twig And Twine«
- Der Nino aus Wien
- Wye Oak
»The Knot«
- Pastels/Tenniscoats
»Two Sunsets«
- Supersilent »9«
- Wild Beasts
»Two Dancers«
- Jimi Tenor/Tony Allen
»Information Inspiration«
- Squarepusher
»Solo Electric Bass 1«
- Warp Records pres.
»Warp20«
- 20 Jahre
Warp Records
- Tyondai Braxton
»Central Market«
- Japandroids
»Post-Nothing«
- Joy Orbison »HFT009«
+ Hotflush Podcasts
- Jega
»Variance«
- Juice Aleem
»Jerusalaam Come«
- Bike For Three! »More Heart Than Brains«
- YACHT
»See Mystery Lights«
- Tobacco
»Fucked Up Friends«
- Hecq
»Steeltongued«
Ältere Artikel »








