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»Optimistic Nostalgia«
Own Records überrascht mit einem elektronischen Album von The Green Kingdom. »Twig and Twine« feiert die Langsamkeit und ist die genau richtige Musik in einer besinnlichen Zeit
Text: Sebastian Hinz
Es ist wunderbar zu beobachten, wie das Luxemburger Plattenlabel Own Records, seinen selbst bestimmten ästhetischen Raum von Veröffentlichung zu Veröffentlichung neu vermisst. Mit »Twig And Twine«, dem Debütalbum von The Green Kingdom, haben sie nun diesen Raum sogar um einen gänzlich neuen Winkel erweitern können und die Tür aufgestoßen zur elektronischen Musik. Mittels Manipulation, Sampling, Verfremdung und Field Recordings verziert Michael Cottone seine Gitarrenskizzen und zeichnet feingliedrige Ornamente in den Klangraum. Der 33-jährige Autodidakt aus dem amerikanischen Bundesstaat Michigan lässt sich dafür alle Zeit der Welt, wodurch die kreierten Sounds detailliert im Einzelnen zu bestaunen sind. Wie dieses feine Knistern, was sich als roter Faden durch die Stücke zieht und zum Träumen einlädt. Und dennoch, man kann es auf »River Bends Park« nachhören, sind die Arrangements nicht von Trübsal geprägt. »Optimistic Nostalgia« nennt Michael Cottone das selbst. So ist man erinnert an die tollen Platten von Ethan Rose oder Mountains aus diesem Jahr, oder an Nyles Lannons zu Unrecht wenig beachtetes Album »Chemical Warfare« aus 2004. Das Mastering für »Twig And Twine« hat übrigens Taylor Deupree von 12k übernommen, was allein schon als Qualitätsmerkmal gelten darf. Für Own Records wird der Ausflug in diese Gefilde zeitgenössischer Musik übrigens kein einmaliger Trip bleiben. Für Anfang des Jahres ist die Veröffentlichung eines Albums des japanischen Laptopmusikers Chihei Hatakeyama angekündigt.

| »Twig And Twine« von The Green Kingdom ist bei Own Records erschienen
| The Green Kingdom - MySpace
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